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Der Alte
Anmeldedatum: 31.01.2011 Beiträge: 188
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Verfasst am: Do 17 März, 2011 11:44 Titel: Zürs-Zonen in Deutschland |
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Überschwemmungsrisiko in Deutschland - Versicherungswirtschaft überarbeitet Zonierungssystem (ZÜRS)
Das Überschwemmungsrisiko in Deutschland kann künftig noch besser eingeschätzt werden. Dazu haben die deutschen Versicherer ihr Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS) überarbeitet und weiter verbessert. In dieser Software werden die Überschwemmungsgebiete in unterschiedliche Gefährdungsklassen eingeteilt, Rückstau und Starkregen dagegen werden deutschlandweit einheitlich bewertet.
In der neuen ZÜRS-Version 2006 wurden die Straßen- und Adressinformationen aktualisiert, so dass die Abdeckung jetzt bei ca. 90 Prozent liegt. Außerdem wurden die Überschwemmungsflächen erneut mit den Daten der Wasserwirtschaftsämter abgeglichen und auf den neuesten Stand gebracht.
Neu ist auch die so genannte Bachzone: Das Flussnetz wurde um kleine Gewässer erweitert um die eine Pufferzone von jeweils 100 Metern pro Seite gelegt wurde. Liegt ein Haus innerhalb dieser Zone, also nicht mehr als 100 Meter vom Bach entfernt, gibt ZÜRS diese Bachinformation zusätzlich zur Gefährdungsklasse an. Dies ist insbesondere für Risiken in der Gefährdungsklasse 1 eine wichtige Zusatzinformation, da bei größeren Ereignissen ein erheblicher Anteil der Schäden in der Gefährdungsklasse 1 liegt. Zudem kann nun abgelesen werden, ob ein Risiko auf einer Nord- oder Ostsseeinsel liegt.
Lässt sich eine Adresse nicht eindeutig einer Gefährdungsklasse zuordnen, gibt die neue ZÜRS-Version für die Risiken, die in der Gefährdungsklasse 0 liegen an, welche minimale und maximale Gefährdungsklasse die gesamte Straße hat.
Hintergrund:
Ein wichtiger Arbeitsgang innerhalb des Projektes ZÜRS ist die Erstellung der deutschlandweiten Überschwemmungsflächen. Als wissenschaftliche Grundlage für die einzelnen Gefährdungsklassen dient die hydraulische Berechnung unterschiedlicher Hochwasserszenarien (HQ10, HQ50, HQ200). Diese hydraulischen Berechnungen sind zur Qualitätsverbesserung mit örtlichen Gegebenheiten der Wasserwirtschaft abgeglichen worden, so dass der GDV seinen Versicherungsunternehmen Gefährdungsklassen speziell für versicherungstechnische Zwecke zur Verfügung stellen kann.
In der Zone 2 liegen etwa 10 bis 12 Prozent der Gebäude. Etwa 3 Prozent der Gebäude liegen in den Zonen 3 und 4.
Die ZÜRS-Zonen
Gefährdungsklasse 4: statistisch 1 mal in 10 Jahren ein Hochwasser
Gefährdungsklasse 3: statistisch 1 mal in 10 – 50 Jahren ein Hochwasser
Gefährdungsklasse 2: statistisch 1 mal in 50 - 200 Jahren ein Hochwasser
Gefährdungsklasse 1: statistisch seltener als einmal alle 200 Jahre ein Hochwasser
Gefährdungsklasse 0 : keine Zuordnung möglich |
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