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Der Alte
Anmeldedatum: 31.01.2011 Beiträge: 188
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Verfasst am: Di 28 Jun, 2011 15:22 Titel: Verbraucherschützer als Marktwächter oder Besserwisser? |
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Verbraucherschützer als Marktwächter oder Besserwisser? Ein Kommentar von AfW-Vorstand Norman Wirth
Wie zu lesen war, starten die Verbraucherschutzverbände zusammen mit der Stiftung Warentest eine „Initiative Finanzmarktwächter“. Herr Billen, Chef des Bundesverbands Verbraucherschutz, stellt auch gleich plakativ diese Initiative unter das oben genannte Motto. Vier Themenfelder sollen dabei beackert werden: Provisionsoffenlegung, Beratungsprotokolle, Altersvorsorge und Höhe der Dispositionskredite. Und los geht es gleich mit den Banken: Kunden werden aufgefordert, ihre Banken mit einem Musterbrief anzuschreiben und Aufklärung über die erhaltenen Provisionen, Kick-backs und so weiter der letzten Jahre zu erfragen. Nun kommen mir bei den Banken nicht gleich die Tränen. Ja, dort wurde in den letzten Jahren sehr viel Mist gebaut.
Man denke nur an die Zertifikate- Opfer. Nicht anders bei einigen Strukturvertrieben – fraglos. Aber wäre es nicht wenigstens parallel dazu ein guter und richtiger Schritt der „Verbraucherschützer“, endlich auch die eigenen Defizite offensiv und offen anzugehen? Vor gut einem Jahr haben AfW und procontra in einer gemeinsamen Aktion kostenpflichtige Hotlines der Verbraucherzentralen der einzelnen Bundesländer zu den Themen Altersvorsorge und Versicherungen getestet (procontra berichtete am 26.04.2010 und am 27.04.2010). Gravierende Mängel traten zutage. Das reichte – bei Kosten von bis zu zwei Euro je Minute – im drastischsten Fall bis zur grob fehlerhaften, (eigentlich) KWG-pflichtigen Einzeltitelberatung in Aktien. Eingeständnis auch der eigenen Fehler? Fehlanzeige. Endlich ein Nachweis der Erfüllung derselben Qualifikationsanforderung für die Berater in den Verbraucherzentralen, wie Versicherungsvermittler und -berater sie nachweisen müssen? Fehlanzeige. Von Finanztest und den häufig seltsamen Anlageempfehlungen und Testkriterien ganz zu schweigen.
Als AfW haben wir in Richtung der Verbraucherverbände schon mehrfach die Hand ausgestreckt. Schließlich sehen wir unsere Mitglieder – die unabhängigen Finanzdienstleister – auch und insbesondere als Verbraucherschützer. Warum dann nicht – wenigstens partiell – zusammen agieren? Fehlanzeige. Nach dem Willen der Verbraucherschützer sollen auch die freien Vermittler in die „Marktbeobachtung“ einbezogen werden. Bereits dieser Ansatz ist ein Generalverdacht gegenüber allen unabhängigen Finanzdienstleistern. Hier wird von Seiten der Verbraucherschützer ein Feindbild herbeigeredet, welches real keine Grundlage hat. Und: Ohne eigene Qualifikation und Sachkunde kann diese „Marktbeobachtung“ nur wieder die übliche Polemik à la Finanzhai-Video werden. Liebe Verbraucherschützer: Ihr seid wichtig! Aber bitte mit Qualität und ohne Polemik und Pauschalverurteilung ganzer Berufsstände. Quelle: procontra _________________ Ich werde keine Versicherungsangebote oder Vergleiche erstellen und bitte alle von diesbezüglichen Anfragen abzusehen |
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